Was ist die Prämisse?

Was ist die Prämisse?

 

Auuuuuuuu! Freut mich, dass sich ein paar der Wölfe und Wölfinnen hierhin verirrt haben. 

Heute schreibe ich über die Prämisse

Was ist die Prämisse?

Sie ist auch bekannt als ein Grund, eine These, eine Kondition, eine Voraussetzung oder auch eine Annahme.

Die Prämisse ist der rote Faden, der sich durch die gesamte Geschichte zieht. Die Prämisse gilt als das Gerüst oder das Fundament einer Geschichte. Ohne sie kann die Geschichte nicht funktionieren. Sie ist wie unser Kompass, der uns während unserer Kreation leitet. Durch sie behalten wir den Überblick und verlieren nicht den Fokus aus den Augen. Eine Prämisse kann mit nur einem Wort beschrieben werden oder aber mit einem ganzen Satz. 

Was braucht man für eine gute Prämisse?

Für die Prämisse braucht man zu erst eine gute Idee. Also, wovon soll die Geschichte überhaupt handeln? Dafür kann man eine grobe Skizze zeichnen. Damit ist gemeint, dass man in ein bis fünf Sätzen die Idee der Geschichte festhält. Und daran kann man die Prämisse sehr gut erkennen. Vor allem braucht eine Prämisse ein Ursache-Wirkungs-Verhältnis. Sie braucht einen Höhepunkt, damit der zentrale Konflikt endlich gelöst werden kann. Ansonsten ist die Geschichte nicht fesselnd für die Leser. 

Unsere Geschichte ist der Beweis für unsere Prämisse. Dafür braucht man vor allem einen Konflikt. Und für den braucht man dann wiederum eine Lösung. Manche nennen es auch Start und Ziel. Man muss versuchen, das Problem, dass vielleicht der Protagonist oder die Protagonistin hat zu lösen. 

Unterschiede in den Prämissen…

Jedoch gibt es auch hier Unterschiede. In einem Sachbuch zum Beispiel hat der Autor oder die Autorin eine These. Und diese gilt es zu beweisen! Das bedeutet, dass alle Argumente und Behauptungen, die man reinschreibt, belegt werden müssen und sich um unsere These im Buch drehen müssen. 

Hier handelt es sich um eine universelle Prämisse. Da der Autor eine Art Beweisschriftstück liefert, dass man jederzeit belegen kann. Auch in der Wirklichkeit. Man kann die These beweisen oder aber auch versuchen, zu Widerlegen.

Es gibt aber auch die sogenannte „fiktionale“ Prämisse. Hier bei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Prämisse, die man eben nicht in der wirklichen Welt belegen kann. Dies kann nur der Erzeuger oder die Erzeugerin selbst, indem die Geschichte am Ende zur Prämisse passt. Sie bezieht sich hauptsächlich auf die besondere Situation, die im Roman/in der Geschichte selbst herrscht. 

Fazit….

Die Prämisse einer Geschichte beruht auf der Feststellung, was mit den Hauptfiguren innerhalb der Geschichte passiert, während sie sich in ihrem Hauptkonflikt befinden. Genauer gesagt, das Ergebnis ihres Konfliktes ist unsere Prämisse.

Welche Prämissen gibt es?

Viele handeln von Gerechtigkeit, Liebe, Frieden, Familie etc. Viele der Geschichten besitzen eine verständliche Prämisse, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte zieht. 

Die Leser befinden sich von Anfang an zuerst in der Konfliktsituation des Protagonisten. Sie sind Teil einer Reise, die der Protagonist durchlebt, um am Ende den Konflikt zu überwinden. Eine Prämisse könnte sein; Nur zusammen kann man die Ungerechtigkeit bezwingen. Oder trotz aller Widrigkeiten und Hindernissen, übersteht ihre Liebe alles. 

Braucht man wirklich eine?

Viele der Autoren und Literaturagenten meinen, dass wenn die Prämisse nicht vorhanden ist, die Geschichte nicht funktioniert. Was dazu führt, dass es kein Buch gibt! Weil mit ihr alles steht oder fällt. Es gibt aber auch Ausnahmen, wo Autoren einen Bestseller geschrieben haben, obwohl sie keine richtige Prämisse hatten. Jedoch muss man sich da verdammt gut mit auskennen und ein Naturtalent sein. 

Für mich bedeutet die Prämisse das Herz einer jeder Geschichte. Durch sie wird der Leser oder die Leserin noch intensiver in die Geschichte hineingezogen. Weil sie direkt an unser Herz oder an unser Gewissen appelliert. Darum ist es wichtig, eine gute Prämisse zu haben. 

Wie finde ich eine gute Prämisse?

Eine gute Methode ist, sich andere Romane anzusehen und in einem Satz die Prämisse versuchen herauszuschreiben. Wenn das klappt, dann ist sie gelungen. Man kann sich nur auf eine Prämisse konzentrieren, die man argumentativ belegen muss.

Es ist fast unmöglich, sich auf parallel laufende Prämissen zu konzentrieren. Aber es gibt auch Romane, die aus einer Geschichte bestehen, die keine richtige Prämisse hat. Diese ist der Rahmen, der für mehrere Subplots dient. Die wiederum ihre eigenen Prämissen haben. Man muss nur wissen, wie man sie verpackt, damit man nicht von der eigentlichen Geschichte abkommt. 

Übung für Prämissen….

Die beste Übung ist aber immer noch, sich seine Lieblingsfantasyromane zu schnappen und die Prämisse herauszuarbeiten. Es ist verblüffend, wenn man diese Aufgabe mit Freunden zusammen macht. Denn da jeder die Geschichten unterschiedlich wahrnimmt und versteht, kommen auch hin und wieder komplett andere Prämissen heraus. Was sehr spannend ist!

Ist Prämisse das Gleiche, wie die Moral einer Geschichte?

Für mich nicht! Aber für viele ist es ähnlich und somit setzen sie sie gleich. Es geht in der Prämisse vor allem darum, dass der Autor oder die Autorin eine Orientierung während des kreativen Schreibprozesses hat. Damit man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Die Geschichte braucht einen Konflikt, der wiederum eine Lösung benötigt, um das gewünschte Happy End für die Leser herbei zuführen. Oder auch ein offenes Ende. 

Fakt ist, mit der Prämisse wird die Geschichte stimmiger und ist für die Leser auch besser nachvollziehbar. 

Die Moral…

Bei der Moral wiederum geht es darum, dass die Leser, während sie die Geschichte lesen, belehrt werden. Sie sollen sich mit der Geschichte auseinandersetzen und werden praktisch aufgefordert, darüber nachzudenken. Welchen Nutzen hat diese Geschichte für uns? Was will sie uns damit sagen?

Vor allem in Kindermärchen werden den Kindern aufgezeigt, dass jedes Handeln Konsequenzen und Folgen hat. Sie können lernen, was richtig und was falsch ist. Sie werden also dadurch auch von ihren Mitmenschen geprägt.

Die gleiche Prämisse, wie XY…

Auch wenn man über die gleiche Prämisse Liebe schreibt, wie XY, so wird die Geschichte niemals die Gleiche sein wie von einer anderen Person. Das schöne daran ist, dass wir alle so unterschiedlich sind, dass es sich auch in unseren Geschichten widerspiegelt. 

Nehmen wir an Ana schreibt eine Geschichte über die Liebe, die alle Hindernisse übersteht. Und Kai soll dazu auch eine Geschichte schreiben. Bestimmt wird die Liebe in beiden Geschichten vorkommen. Aber schon hier können viele Unterschiede auftreten.

In Anas Geschichte geht es um eine Dreiecksbeziehung, in der am Ende alle glücklich sind. Beispiel: Dreiecksbeziehung führt zur erfüllten Liebe. Weil für alle Beteiligten dieses Modell der Liebe in der Geschichte funktioniert.

Kais Geschichte handelt von einer verbotenen homosexuellen Beziehung, die sich im 18 Jahrhundert abspielt. Kai schildert die Probleme der Liebenden und ihre Konflikte. Am Ende können sie sie überstehen, weil sie zusammenhalten und womöglich ihre Liebe an einem anderen Ort ausleben können. Beispiel: Ihre Liebe ist stärker als jedes Hindernis, das vor ihnen liegt.

Es gibt eine Vielzahl an Prämissen, die von Liebe handeln, die sich aber in der Geschichte unterscheiden.

Fazit…

Funktioniert die Prämisse und sie kann von den Lesern schnell erfasst werden, dann funktioniert die ganze Geschichte. Kann man sie nicht schnell erkennen, dann ist es meistens, dass der Autor oder die Autorin sich selbst ziemlich unsicher war. Darum ist es auch so wichtig, sich dafür ausreichend Zeit zunehmen. Denn mit ihr fällt oder steht die Geschichte.

In diesem Sinne freue ich mich auf das nächste Mal. Was ist eure Lieblingsprämisse? Habt ihr überhaupt eine? Bis bald ihr Wölfe! Auuuuuuuuuu!

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