Titel gesucht!

Titel gesucht!

Wie du den perfekten Buchtitel findest (ohne den Verstand zu verlieren)

 

Hallo Wölfe. Der heutige Beitrag handelt von einem ganz wichtigen Thema: Titel gesucht! Wie du den perfekten Buchtitel findest. Als Newbie hört man viele Ratschläge. Manche sind echt hilfreich. Andere wiederum sind für den Müll. Und doch sind wir alle auf der Suche nach dem einen und wahren Titel für unser Buch. Unser Baby. Aber wie kann man den finden? Woher weiß ich, als angehender Autor überhaupt, welcher Titel passt?

Natürlich gibt es da nicht nur den einen Weg. Nein, es gibt unterschiedliche Wege, und alle haben etwas an sich, die auf ihre Art und Weise funktionieren. Vielleicht findest auch du deinen Weg, wie du in Zukunft deinen Traumtitel für dein Herzensprojekt findest?

Ich jedenfalls drücke dir die Daumen. Denn der Titel ist das Herzstück unseres Projektes. Also sei ruhig etwas wählerischer und lass dir Zeit, den passenden Namen zu finden. Denn er trägt dazu bei, ob man ein Buch überhaupt in die Hand nimmt. Geschweige denn kauft.

Lehnt euch zurück und viel Spaß beim Lesen. Welche Techniken hast du, um deinen Traumtitel zu finden?

Warum ein Titel alles ist – und nichts verzeiht

 

Ein Titel ist kein hübsches Beiwerk. Er ist Türsteher, Verführer und Verkaufsargument in einem. Bevor jemand deinen Text liest, liest er den Titel. Immer. Punkt.

Ist er langweilig, generisch oder sperrig, klickt der Leser weiter – selbst wenn dein Text ein literarisches Feuerwerk ist. Der Titel ist also dein erster Pitch. Deine erste Vorstellung als Roman, aber auch als Autor. Und ja: Er muss sitzen. 

Also lass dich vom Beitrag „Titel gesucht! Wie du den perfekten Buchtitel findest“ etwas inspirieren. 

 

Was ein guter (und erfolgreicher) Titel können muss:

 

Ein starker Titel hat meist mehrere dieser Eigenschaften:

  • Er weckt Neugier (Was passiert da?)
  • Er erzeugt ein Bild oder Gefühl (Angst, Sehnsucht, Gefahr, Magie, Liebe).
  • Er ist merkfähig (einprägsam, nicht verkopft, leicht auszusprechen)
  • Er passt zum Genre (kein Einhorn auf dem Thriller-Cover)
  • Er verspricht etwas – und hält es im Text

 

Kurz gesagt: Ein guter Titel flirtet. Ein sehr guter Titel bleibt im Kopf hängen wie ein Ohrwurm, den man hasst – aber mitsummt. Wer kennt es nicht?

 

Woran erkennt man einen wirklich guten Titel?

 

Stell dir drei einfache Fragen (und sei brutal ehrlich):

  1. Würde ich das Buch allein wegen des Titels anklicken?
  2. Kann ich ihn mir nach einem Tag noch merken?
  3. Passt er emotional zum Kern der Geschichte?

 

Wenn du innerlich „Jein“ murmelst – zurück ans Reißbrett. Ein Titel darf ruhig polarisieren, aber er darf nicht egal sein. Aber vor allem sollte er zum Projekt passen und nicht ausgesucht werden, nur weil er toll klingt. 

Auch ein englischer Titel sollte passen. Und nicht, weil er nice klingt, aber man selbst als Autor keinen Plan hat, was der eigentlich bedeutet. Also, sei der Sprache einigermaßen mächtig.

Der Beitrag: „Titel gesucht! Wie du den perfekten Buchtitel findest“ soll dich auch daran erinnern, dass du nicht auf jeden modischen Zug mitaufspringen sollst. Sondern bleib dir und deiner Geschichte treu. Fühle ihn.

 

Übungen, mit denen du den passenden Titel findest …

 

Und ja die gibt es wirklich.

Hier ein paar bewährte Methoden aus der Schreibpraxis:

  • Die Kernwort-Methode: Schreibe 10–15 Wörter auf, die deine Geschichte beschreiben: Gefühl, Konflikt, Ort, Symbol, Thema, Welt. Kombiniere sie wild. Oft entsteht dabei Gold.
  • Der Satzbruch: Nimm einen starken Satz aus deinem Text und kürze ihn radikal. Aus drei Zeilen wird ein Titel.
  • Die Was-wäre-wenn-Frage: „Was wäre, wenn dieser Titel der einzige Satz wäre, den jemand über mein Buch kennt?“ Wenn er neugierig macht: Treffer. Wenn man schon während, man ihn vorliest, gähnen muss, dann weiße Bescheid.
  • Laut lesen! Titel müssen klingen. Wenn er holpert, fliegt er raus. Oder willst du, dass sich deine Zunge verknotet? Besser nicht. Bestimmt brauchst du sie noch für andere Dinge.
  • Die W-Fragen: Schreibe dir ein paar konkrete Fragen zu deinem Roman auf.
  1. Wer ist die Hauptfigur?
  2. Wo spielt die Geschichte?
  3. Wann spielt die Geschichte?
  4. Wer ist der Antagonist?
  5.  Welches ist das Hauptelement deiner Geschichte?
  6.  Welches Genre bedienst du gerade?

Schreibe dir jeweils ein Wort auf und schmeiß sie in einen Behälter. Dann ziehe nacheinander und erstelle einen Satz. Oder bleibe bei einem Wort.

Beispiel: 

  • Die Klinge
  • die geheimnisvolle Klinge aus der Schattenwelt
  • Kalaioskopi und die Klinge der Schatten
  •  Sternenstaub auf der Suche nach der Klinge.

 

Experimentiere, bis du zufrieden bist. Und dann lass es ein paar Tage auf dich wirken. Stelle den Titel auch deinen Testlesern vor. Was halten sie von dem Namen? Suche nach ähnlich klingenden Titeln. Wie ist der Markt aufgebaut? Funktioniert dieser Titel?

All das hilft dir bei deiner neuen Aufgabe: Titel gesucht! Wie du den perfekten Buchtitel findest. Ich drücke dir die Pfoten und Daumen. Bin gespannt.

 

Genre ist kein Käfig – aber ein Kompass:

 

Titel funktionieren je nach Genre unterschiedlich:

  • Krimi: eher sachlich, klar, oft orts- oder fallbezogen
     „Der Tote im Hafen“. Wow. Wie unheimlich. Ich würde es kaufen.
  • Thriller: Bedrohung, Tempo, Eskalation „Wenn die Zeit gegen dich läuft“. Da bekommt man ja richtig schwitzige Hände, oder?
  • Liebesroman: Gefühl, Nähe, Sehnsucht „Zwischen uns das Meer“. Oder die Welt? Egal was, aber bitte mit Schmachtfaktor.
  • Fantasy: bildhaft, mystisch, oft poetisch „Die Chroniken der Schattenflamme“. Uff. Und schon sehe ich mich umzingelt von Monstern und Dämonen. Perfekt.

Genre-Titel sind wie Dresscodes: Du darfst kreativ sein – aber nicht im Jogginganzug zur Gala erscheinen. Na ja, wenn er stylish ist, geht auch das. Aber ihr wisst schon, wie es gemeint ist. 

 

Mein ehrlicher Rat an Neulinge: 

 

Vergiss Perfektion. Der erste Titel ist selten der beste. Er darf sich ändern. Er soll sich ändern. Gute Titel entstehen oft, nachdem der Text steht – nicht davor. Also zerbrich dir nicht allzu sehr dein hübsches Köpflein, manchmal kommt er auch von allein zugeflogen. Darum sei immer bereit und leg dir ein Notizbuch auf deinen Nachttisch.

 

Und noch etwas Wichtiges: 

 

Schreib nicht, was dir gefällt. Schreib, was beim Leser etwas auslöst. Das ist kein Verrat an der Kunst – das ist Respekt vor deinem Publikum. Denn vergiss nicht, du schreibst nicht für dich. Jedenfalls solltest du es nicht. Aber es gibt ja ein paar Ausnahmen unter den Möchtegern-Autoren, die es lieben, ihre eigenen Geschichten zu lesen. Nur zu. Und viel Spaß dabei!

 

Zum Schluss

 

Ein guter Titel verkauft dein Buch nicht allein. Aber ein schlechter Titel kann es ruinieren, bevor jemand die erste Seite liest. Also nimm ihn ernst. Spiele mit Worten. Und hab keine Angst davor, ihn zehnmal zu ändern. Davon geht nicht die Welt unter. Im Gegenteil, nur so findest du den für dich perfekten Titel.

Und lasst euch nicht von anderen verunsichern. Wenn ihr euch mit dem ausgewählten Titel gut fühlt, dann behaltet ihn. Es wird immer wieder welche geben, die entweder etwas am Titel auszusetzen haben. Oder aber am Buchcover.

Selbst du als Autor bist vor solchen Anfeindungen nicht verschont. Das ist halt so. Aber bleib dir selbst treu. Es ist okay, wenn dich eben nicht jeder gut findet. Hör einfach auf dein Bauchgefühl, das trifft für dich die richtige Entscheidung.

So ihr Wölfe, ich hoffe, euch hat der Beitrag „Titel gesucht! Wie du den perfekten Buchtitel findest“ genauso gut gefallen wie mir. Ich habe wieder eine Menge gelernt und werde die Aufgaben mal ausprobieren.

Euch noch viel Spaß und Glück bei euren Projekten.

Bis demnächst.

Eure Pauli Wolf

AUUUUUU

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert