Schreiben unterm Weihnachtsbaum

Schreiben unterm Weihnachtsbaum

So bleibt deine Schreibroutine trotz Feiertagschaos lebendig

 

Hallo Wölfe. Heute geht’s um ein heißes Thema: Schreiben unterm Weihnachtsbaum. Also schreiben an den Weihnachtsfeiertagen. Mal ehrlich – wer von euch schreibt da wirklich? Oder lasst ihr euch vom typischen Urlaubsmodus einfangen und vergesst eure Schreibroutine ganz? Schließlich sind Familie, Freunde und Zweisamkeit wichtiger – und das ist auch gut so!

 

Lasst die Schreibgewohnheit nicht aus den Augen …

 

Aber Achtung: Wer lange an seiner Schreibroutine gearbeitet hat, kann sie genauso schnell wieder verlieren. Und dann beginnt man wieder bei Null. Deshalb: Genießt die Feiertage, aber haltet einen Mittelweg. Damit ihr sie eben nicht aus den Augen verliert. Und in Ruhe unterm Weihnachtsbaum schreiben könnt. 🎄

Vielen Autoren graut es vor Weihnachten, weil die Familienroutine wie ein Sturm über sie hereinbricht. Plötzlich bleibt kaum Zeit, um selbst die kleinste Idee aufzuschreiben. Was also tun?

Wie behältst du deine Schreibdisziplin trotzdem bei?

 

Deine Routine musst du weiterführen – nicht in vollem Umfang, aber kontinuierlich. Weihnachten gehört dir und deiner Familie, also ist es völlig okay, die ersten 2–3 Tage komplett abzuschalten. Aber danach: zurück an den Schreibtisch!

Denn sonst gerät man schnell in den Strudel von „Ach, das mache ich morgen.“ Es läuft einem nicht weg, klar – aber so kommt man auch nicht weiter. Viele Autoren unterscheiden sich auf den zweiten Blick brutal: Während die einen fürs Schreiben leben, leben die anderen nur dafür, vom Schreiben zu erzählen.

 

Bleib dran

 

Eine Schreibroutine bleibt nur bestehen, wenn man schreibt. Wenn du ein Frühaufsteher bist, nutze die Morgenstunden – bevor Kinder und Partner wach werden. Nachtmensch? Dann schreib abends, während der Rest der Welt fernsieht. Jede noch so kurze Schreibsession bringt dich näher an dein Ziel: dein Buch.

Es ist dann auch für dich kein Problem mehr, unter dem Weihnachtsbaum zu schreiben. 🎄👩🏼‍💻

 

Schreiben unterm Weihnachtsbaum_2

10 Wege, wie du deine Schreibroutine mit nur 15 Minuten täglich am Leben hältst:

 

  1. Story in 5 Sätzen: Fasse deine Geschichte zusammen – wichtig, falls du sie später an Verlage schicken willst.
  2. Tagesreflexion: Schreibe über deinen Tag. Was ist passiert? Was wäre, wenn …?
  3. Dialoge schreiben: Du hörst einen Mini-Streit am Fenster. Draußen diskutiert ein Pärchen. Sie glaubt, seine Mutter mag sie nicht. Er glaubt, dass sie seine Mutter nicht mag. Schreib einen Dialog. Wie könnte es weitergehen? Er muss nicht lang sein. Oder schreib einen Dialog am Esstisch, wie die Mutter auf die Freundin trifft. Kannst du die Spannung fühlen?
  4. Weihnachtsfilm umschreiben: Alles, was dich am Ende stört, schreibe so um, wie es dir gefallen würde.
  5. Figuren entwickeln: Du steckst fest bei der Figurenentwicklung. Beobachte deine Familie. Schnapp von jedem eine gute und eine schlechte Eigenschaft auf. Spiel damit und übertrage sie auf deine Figur. Du wirst überrascht sein, wie schnell du noch weitere Ideen bekommst. Nicht länger als 10–15 Minuten. Mach eine kreative Kaffeepause. 😉
  6. Sinneseindrücke sammeln: Beschreibe Regen, Gerüche, Geräusche oder die Wärme auf deiner Haut – kleine Mini-Szenen, die deine Geschichte lebendig machen.
  7. Trash-TV als Inspiration: Deiner Figur fehlt es an Persönlichkeit? Dann schau Trash-TV. Da findest du alles, was du brauchst. Manchmal denkt man, das gibt es doch gar nicht? Schrullige und nervige Charakterzüge liefern oft die besten Ideen.
  8. Stimmen studieren: Achte auf Bariton, Bass, schrille oder sanfte Stimmen um dich herum – das gibt deiner Geschichte Tiefe.
  9. Spaziergänge kreativ nutzen: Wie wirkt die Umgebung auf dich? Was hat sich vielleicht verändert, was dir sonst nicht aufgefallen wäre? Weil der Kopf immer aufs Handy schielt. 😉 In welche Welt würde sie gerade passen? Und schon hast du eine neue Szene, ein Kapitel.
  10. Bescherung aus allen Blickwinkeln: die Bescherung. Super. Alle sitzen um den Baum. Die Kinder verteilen die Geschenke. Man hört das Rascheln und Knistern des Papiers. Beschreibe diese Szene aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wie geht es den Kindern mit ihren Geschenken? Wie fühlt sich die Oma beim Beobachten der Enkel? Halte diesen Moment für dich fest. Denn du wirst dich des Öfteren gern an ihn zurückerinnern. Und stell dir auch die Frage: Was wäre, wenn der Hund jetzt hinter der Katze herjagt? Was passiert dann? Und schon hast du eine witzige Weihnachtsgeschichte.

 

Mini-Geschichten statt Vollzeit-Marathon

 

15 Minuten genügen, um die Routine zu halten und den Kopf freizubekommen. Wer das ignoriert, kämpft später gegen die innere Unruhe: „Wollte ich nicht schreiben?“ Deswegen halte ich mich auch diesmal kurz, damit ihr jede Sekunde fürs Schreiben nutzen könnt. Das Schreiben unterm Weihnachtsbaum 🎄 kann auch ziemlich beruhigend sein. 😉 🕯️

Also, meine Wölfe, probiert ein paar dieser Übungen aus. So startet ihr entspannt ins neue Jahr – voller neuer Ideen und Inspirationen. Glaubt an euch, sonst tut es keiner. Außer mir natürlich. 😉

Viel Spaß beim Schreiben und Ausprobieren!

Eure Pauli Wolf

AUUUU

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