Keine Angst vor multiplen Erzählern

Keine Angst vor multiplen Erzählern

Der heutige Beitrag handelt von »Keine Angst vor multiplen Erzählern«. Was damit genau gemeint ist, erkläre ich im weiteren Verlauf. Und ob es vielleicht auch was für euch ist? Wie ihr die Angst davor verlieren könnt und eurer Geschichte etwas mehr Tiefe verleihen könnt, findet ihr hier im Artikel. 💪🏻 Also, viel Spaß beim Lesen. 😉

 

Wenn der Geschichte der letzte Schliff fehlt …

 

Wer kennt es nicht? Man sitzt erleichtert vor seinem Manuskript. Das Wort »Ende« lächelt einem entgegen. Mit einem guten Bauchgefühl legt man vorerst den Roman beiseite. Doch nach ein paar Tagen überkommt einen die Lust, alles noch mal durchzulesen und die eigene Geschichte auf sich wirken zu lassen, bevor man mit der Bearbeitung startet.

Anfangs beflügeln einen die eigene Euphorie, der Stolz und die Emotionen, dass man seine Zeit, Kraft, Ausdauer, Liebe und Fantasie in etwas reingesteckt hat. Doch schon nach dem zweiten Kapitel findet in dir ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle statt. Woran kann das liegen? Plötzlich fühlt sich dein Baby, deine Geschichte gar nicht mehr so rund an. Sie ist auch nicht mehr so klar, wie die Tage davor. Du bleibst an Stellen hängen, die ein mulmiges Gefühl in dir auslösen. Die Geschichte fühlt sich unstimmig an. Was kannst du also tun?

Genauso ging es mir vor ein paar Monaten. Nachdem ich den Großteil fertig geschrieben hatte, fand ich, dass es sich nicht mehr so stimmig anfühlte. Fragen blieben offen, die beantwortet sein sollten. Denn sonst funktioniert die ganze Erzählung nicht mehr. Also las ich mir alles nochmals durch. Irgendetwas fehlte, aber was?

 

Ein Blick ins Bücherregal half mir …

 

Vor meinem Bücherregal blieb ich stehen und starrte vor mich hin, bis mir ein paar Bücher ins Auge sprangen, die ich mir gleich schnappte und in denen ich herumblätterte.  Andere wiederum habe ich mir erneut durchgelesen, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen. Bis meine Entscheidung feststand! Meiner Geschichte fehlte es an multiplen Erzählern. Nur war ich noch weit davon entfernt »Keine Angst vor multiplen Erzählern« zu haben. Also musste ich mich erst einmal informieren.

 

Was sind multiple Erzähler? 👷🏻‍♀️👨🏼‍🏫👩🏼‍💻👩🏾‍🚒🧑🏽‍🚀

 

 

Was versteht man darunter genau? Und wieso man »Keine Angst vor multiplen Erzählern« haben sollte, zeige ich euch jetzt. 😉  Unter »multiplen Erzählern« versteht man, dass die Geschichte aus der Sicht von zwei oder drei Personen erzählt wird. Man taucht also in unterschiedliche Personen ein und sieht deren Sichtweise.

 

Ein interessantes Beispiel zu diesem Thema ist der Film »8 Blickwinkel«.

Es handelt sich hier um einen Thriller aus dem Jahr 2008. Indem zwei Secret-Service-Agenten ihren Präsidenten auf einer Konferenz in Salamanca beschützen. Es findet ein Attentat statt und die Zuschauer erleben die Szenerie nicht nur aus der Sicht der zwei Agenten, sondern auch noch aus 6 weiteren Blickwinkeln.

So bekommen sie unterschiedliche Informationen, die sie ein Stück näher an das ganze Rätsel bringen, wer hinter dem Anschlag steckt. Ein interessantes Beispiel, in dem die Zuschauer mit verschiedenen Figuren mitfiebern können. Was dem Film mehr Action, Tiefe und Nervenkitzel verleiht.

 

Die gleiche Situation aus zwei oder drei unterschiedlichen Sichtweisen …

 

 

Das Beispiel im Film zeigt uns sehr gut, dass jeder von uns die Dinge unterschiedlich erlebt und wahrnimmt. Was dazu führt, dass wir ganz andere und neue Informationen erhalten. Außerdem gibt es der Geschichte mehr Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit. Es entwickelt sich eine ganz andere Dynamik, als wenn man jetzt nur starr aus einer Sicht erzählt. Der gleiche Film aus der Sicht eines Agenten wäre auch gut, aber lange nicht so spannend. Und man würde sich nicht mit den anderen Figuren emotional verbinden können.

Eine Geschichte in Form von multiplen Erzählern galt bis vor einigen Jahren noch als verpönt. Selbst J. K. Rowling hat man anfangs belächelt, dass diese Art der Erzählung nicht funktionieren würde. Nicht nur wegen der Geschichte selbst, sondern auch, weil sie aus der Sicht mehrerer wichtiger Charaktere bestand. Chaos zwischen den Zeilen behaupteten manche Möchtegernschriftsteller.

 

Heutzutage kommt man an mehrfachen Erzählern nicht vorbei

 

Heutzutage erfreut sich die mehrfache Erzählperspektive größter Beliebtheit. In vielen Fantasyromanen sind die multiplen Erzähler nicht mehr wegzudenken. Da die Romane jedes Mal komplexer werden.

Nur so kann man den Lesenden die ganzen Erlebnisse, das Abenteuer näherbringen. Auch in Liebesromanen wird aus mindestens zwei Sichtweisen erzählt, um das Liebeswirrwarr sowie die Missverständnisse besser zu unterstreichen. Und die Autoren haben »Keine Angst vor multiplen Erzählern«.

 

Brauche ich also multiple Erzähler in meiner Geschichte?

 

Nicht unbedingt. Natürlich wird dein Roman auch ohne funktionieren. Aber die Frage ist, ob sie dann genauso spannend bleibt. Eine Erzählung ist genau wie das richtige Leben. Sie lebt aus Emotionen, Beobachtungen, Auseinandersetzungen etc.

 

Beispiel: Eine Besprechung mit dem Chef

An einem Mittwochmorgen ruft der Chef seine 10 Mitarbeiter zu einer Besprechung über die nächsten Projekte in sein Büro. Jeder der Anwesenden nimmt das Auftreten des Chefs anders wahr. Einer empfängt die emotionale Seite mehr. Während ein anderer sich mehr auf die Körpersprache konzentriert. Ein anderer achtet auf jede Veränderung in der Tonlage.

Für die einen ist der Chef schlecht gelaunt. Während für die anderen Personen der Chef eher nervös und etwas niedergeschlagen wirkt. Auch die Information, die man bekommt, ist selten die gleiche. Aber die Kernaussage hat jeder der Anwesenden verstanden. Nämlich, dass auf sie viel Arbeit zukommt.

 

Warum also sollte meine Geschichte zwei oder drei Erzählfiguren haben?

 

 

Weil die Story dadurch spannender wird. Der Lesende erhält breitgefächerte Informationen, die er so nicht erhalten hätte. Multiple Erzähler sind die gewisse Würze in deinem Herzensprojekt, wenn du sie denn strukturiert anwendest. Mehrere Charaktere, die deine Geschichte erzählen, bringen den Roman nochmal auf eine andere Ebene. Außerdem kann der Leser so auch mehr über den Antagonisten erfahren. Warum er eben zu diesem Ekel geworden ist, der er heute nun mal ist.

Die Abneigung und Distanz sind dann nicht mehr allzu groß zwischen dem Antagonisten und deiner Leserschaft. Im Gegenteil so gewinnen sowohl deine Protagonisten als auch der Antagonist an mehr Lebendigkeit, Nähe und Tiefe. Sie sind greifbarer, sodass die Leser nicht von dir als Autor auf Abstand gehalten werden.

Man kann besser in die Geschichte eintauchen, ohne irgendwie Angst zu haben, etwas zu verpassen. Weil sie uns eben auf ihre persönliche Reise mitnehmen und uns alle Informationen mitteilen. Und sowohl der Leser als auch der Autor verlieren die Angst vor multiplen Erzählern. »Keine Angst vor multiplen Erzählern«.

 

Wie verliere ich die Angst vor den multiplen Erzählern?

 

Einfach ausprobieren. Und wie kann man das am besten tun? Indem man sich ein Kapitel schnappt, das einem nicht so rund vorkommt. Wo noch etwas fehlen könnte. Und dieses schreibt man dann aus der Sicht von zwei Figuren. Dann kann man schon mal testen, ob die gleiche Szene einem dann besser anspricht. Ob sie spannender ist? Oder aber eher chaotischer? Bei einer Hauptfigur merkt man plötzlich, dass man viel mehr zu erzählen hätte, man aber als Autor recht eingeschränkt ist. Sodass wichtige Ereignisse oder Abläufe den Lesern vorenthalten werden.

Man muss sie dann im Verlauf der Geschichte irgendwie beiläufig unterbringen. Was beim Lesenden folgende Reaktionen auslösen könnte.

»Hä? Okay.« »Gefällt mir nicht.«

Während du als Autor von zwei Erzählern oder mehr viel flexibler bist. Du kannst den Lesenden tiefgründigere Emotionen vermitteln und Schritte schaffen, die einem logischen Ablauf folgen. Aber natürlich kann man sich als Autor etwas austoben. Ich finde, das sollte uns auch gestattet sein. Von Zeit zu Zeit. 😉

 

Die Figurenentwicklung ist intensiver …

 

Die Figuren werden in einer Geschichte mit mehreren Erzählern lebendiger und entwickeln sich intensiver. Weil man sich mehr mit ihnen auseinandersetzt. Noch etwas besser differenziert, damit sie sich nicht gleichen. So wird der Leser, unser Besucher der Geschichte, nicht von einer transparenten Wand ferngehalten. Jedoch klappt es nur, wenn man es strukturiert angeht. »Keine Angst vor multiplen Erzählern« erreicht man nur, wenn man sich ganz darauf einlässt.

 

Was sind also die Vor- und Nachteile von verschiedenen erzählenden Figuren?

 

Hier ein paar Vorteile:

 

  • Die Geschichte ist lebendiger.
  • Wenn jede Figur eine starke, eigene Handlung hat.
  • Wenn du Spannung aufbauen willst, indem du Szenen an spannenden Stellen unterbrichst und zur nächsten Figur wechselst.
  • Wenn du Lesern genug Zeit gibst, sich mit jeder Figur zu verbinden.
  • Als Leser bekommt man viel mehr Emotionen, Informationen und neue Figuren angeboten. Also reichlich Abwechslung.
  • Missverständnisse, Konflikte, Intrigen und Kämpfe können besser dargestellt und hervorgehoben werden.
  • Es gibt logischere Schritte, die man nachvollziehen kann.
  • Als Lesender kann man sich auf eine wiederkehrende Struktur einlassen.
  • Die Geschichte kann besser aufgeteilt werden.
  • Figuren entwickeln sich tiefer.

 

Hier ein paar Nachteile:

 

  • Für den Autor besteht die Gefahr, dass man zu oft hin und her springt. Für den Leser ist es anfangs überfordernd.
  • Dass die Figuren sich kaum voneinander unterscheiden. Also, wer spricht jetzt? Was will man uns damit sagen?
  • Dass sich in die Darstellung der multiplen Erzähler mehr Infodump einschleicht, als dem Autor lieb ist.
  • Bei längeren Abschnitten kann man als Autor und/oder als Leser schon mal vergessen, wer wer ist. Und welche Funktion diese Figur hat.
  • Wenn die Kapitel zu lang sind, können Leser die anderen Figuren „vergessen“. Also besser in einem Rhythmus bleiben (z. B. immer nach 1–2 Kapiteln wechseln).

Wie kann man also zwei oder mehreren Figuren ihre Stimme geben?

 

Erst einmal ist es ratsam, auszuprobieren, ob einem diese Art der Erzählung wirklich gefällt. Ob sie deine Geschichte stärkt oder sogar sabotiert. Darum auch mein Tipp, es nur mit einem oder zwei Kapiteln zu versuchen, bevor man sich an das ganze Buch heranwagt. Und am Ende merkt man, dass es nicht passt. Ein weiterer sehr wichtiger, überlebenswichtiger Tipp: Macht regelmäßige Backups! Denn wenn’s weg ist, dann ist es meistens auch ganz weg.

 

Sobald du dich dafür entschieden hast, solltest du dir einen groben Plan erstellen.

    • Worum geht es in den nächsten Kapiteln?
    • Wohin geht die Reise?
    • Und wer erzählt was?

Sodass man schon mal darüber nachdenkt, wer wann eingesetzt wird. Das hebt ihr vor, indem ihr einen neuen Erzähler immer durch eine neue Zeile einführt. In einem Kapitel gibt es mehrere Perspektivenwechsel, aber immer klar gekennzeichnet (zum Beispiel mit Absätzen oder Trennzeichen ***).

Oder aber durch Sternchen oder andere Symbole, die zu deiner Figur und damit zur Geschichte passen. Das verleiht deiner Erzählung nicht nur optisch einen schönen Reiz, sondern es rundet deine Geschichte ab. Und hilft auch dir als Orientierungshilfe, wer gerade spricht.

 

Welche Varianten von mehrfachen Erzählern gibt es?

 

Die häufigsten zwei, die mir untergekommen sind, sind die folgenden. (Ich habe sie so benannt.😁)

 

A: Abwechslungsreiche multiple Erzählperspektive

B: durchgehende Erzählweise der unterschiedlichen Charaktere

 

Variante A: Abwechslungsreiche multiple Erzählperspektive bedeutet, dass die Figuren sich pro Kapitel oder pro Szene abwechseln. Also wird Kapitel 1 aus Mias Sicht erzählt. Hier schildert sie ihr erstes Aufeinandertreffen mit Tom. 

Einem arroganten Snob, der später ganz anders ist, als sie dachte.

Kapitel 2 wird dann aus dem Blickwinkel von Tom geschildert. Indem er Mia als blöde Zicke wahrnimmt. Aber durch eine gefährliche Situation, in der ausgerechnet sie – die sich für sonst niemanden einsetzt – eine Frau vor einem Übergriff an der Bushaltestelle durch einen Fremden rettet. Genau hier verliebt er sich in Mias Power und Selbstbewusstsein, aber auch in ihr gutmütiges Herz.

 

Der Nachteil dieser Variante A …

Hier liegen Struktur und Chaos nah beieinander. Es empfiehlt sich, sehr ordentlich und aufmerksam zu arbeiten. Ein System anzulegen, um jederzeit den Überblick zu behalten. Nicht nur für sich als Autor, sondern auch für die Leser. Dass sie schnell einfängt, damit sie sich zurechtfinden. Weil es eben am Anfang etwas überfordernd für die Leser sein könnte.

 

Wichtige Punkte, die man bei Variante A einhalten sollte:

 

  1. Von Anfang an hervorheben, ob durch Symbole, Sternchen, Namen der Figuren etc., wer hier erzählt.
  2. Struktur einbauen.
  3. Immer das gleiche Muster beibehalten, damit der Leser alles nachvollziehen kann. Also, wenn man mit Mia anfängt, folgt darauf Tom. Dann wieder Mia und dann Tom. Nicht zu oft von Tom zu Mia, dann wieder von Mia zu Tom springen. Oder Tom, Tom, Tom und Mia. Ab und zu kann man mal wechseln, aber größtenteils sollte es im gleichen Rhythmus geschrieben werden.
  4. Auch innerhalb einer Szene kann man den Erzähler wechseln, durch Einführung von Symbolen, Sternchen, Absätzen etc.
  5. Nur wenn die Figuren wirklich eigene Charaktere sind, also sich unterscheiden, macht es Sinn. Ansonsten Finger davonlassen.
  6. An guten Beispielen orientieren. Wie funktioniert es in anderen veröffentlichten Werken? Sucht euch gescheiten Input, um guten Output zu kreieren.
  7. Die Figuren sollten ausgewogen zu Wort kommen. (Siehe Punkt 3.)

Was ist mit Variante B gemeint?

 

Variante B: durchgehende Erzählweise der unterschiedlichen Charaktere, funktioniert so, dass man nacheinander einen Erzählstrang von einer Figur auserzählt. Erst dann fängt man mit dem anderen Protagonisten an. Das kann über mehrere Kapitel gehen. Das kann aber auch über ganze Buchreihen dauern. Man könnte Buch 1 aus der kompletten Sicht von Mia erzählen. Tom nur hin und wieder kurz anreißen. Erst am Hauptstrang, wo beide wieder aufeinandertreffen, wird die Geschichte beendet.

 

Wichtige Punkte, die man bei Variante B einhalten sollte:

 

  1. Wenn jede Figur eine sehr eigene Geschichte hat, die erst mal „am Stück“ erzählt werden muss, bevor sie mit den anderen zusammenläuft.
  2. Wenn, du große Zeitsprünge oder verschiedene Schauplätze hast.
  3. Der Lesende bekommt nur eine Sichtweise geboten. Wird also schon ein wenig manipuliert. Dafür lernt er die Figur mit all ihren Höhen und Tiefen kennen.
  4. Es gibt eine entspannte und kontinuierliche Erzählweise. Was auf Dauer etwas monoton klingen kann. Was auch gut für den Lesenden ist, weil er sich so nicht nach jedem Kapitel auf eine neue Figur einstellen muss. Sondern man ist die ganze Zeit über auf Mia fokussiert.
  5. Andere Figuren, die am Anfang oder zwischendurch mal auftauchen, können in Vergessenheit geraten. Was wiederum schwer sein kann, da als Leser noch eine Bindung aufzubauen.
  6. Geschichte könnte monoton wirken.
  7. Auch hier muss man sich auf beide Handlungsstränge konzentrieren, damit sie flüssig ineinander übergehen, an besagter Hauptstelle. Es dürfen keine Schwächen im Plot geben, sonst funktioniert die ganze Geschichte nicht.
  8. An manchen Stellen können Ungereimtheiten entstehen, wenn man Personen am Anfang erwähnt. Beispiel: Tom hat in Kapitel 1 dunkelblondes Haar und grüne Augen. Zum Ende hin hat Tom schwarze Haare und eisblaue Augen.
  9. Ein weiteres Risiko kann sein, dass Mia nicht allen gefällt. Sodass sie Band 2 aus der Sicht von Tom dann nicht einmal mehr lesen.
  10. Leser könnten sich aus der Geschichte reißen lassen, wenn sie zu lange nichts von anderen wichtigen Figuren hören.

 


Fazit:

 

Egal, für welche Variante der multiplen Erzählweise ihr euch auch entscheidet, am Ende muss die Geschichte für euch rund, schlüssig, emotional und spannend sein. Ihr müsst euch in erster Linie mit eurem Roman gut fühlen. Natürlich sollten wir, die Leser, eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen können. Die Möglichkeit haben, die Reise mit ihnen zu machen. Anstatt von ihnen ferngehalten zu werden, wie es leider auch in manchen Erzählungen passiert.

Also, falls ihr euch dafür entscheidet, eure Geschichte aus zwei, drei oder mehreren Erzählperspektiven zu schreiben, dann sucht euch wirklich gelungene Beispiele, von denen ihr noch was lernen könnt. Aber vor allem, damit ihr Orientierungspunkte habt, wie genau ihr an das Projekt »multiple Erzähler« herantreten könnt.

So wappnet ihr euch gegen das Chaos, das euch eventuell unter sich begraben kann. Eine Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu schreiben bedeutet für euch als Autoren, dass ihr größere Möglichkeiten habt, in eure Geschichte Spannung, Konflikte, Liebe, Intrigen, Gefühle und Kampf einzubauen.

 

Ach, und noch ein Tipp von mir. Hört nicht zu sehr auf andere! Wenn euer Bauch sich beim Lesen wohlfühlt, dann seid ihr auf dem richtigen Weg. Leider wird es immer welche geben, die euch bloßstellen wollen. Die euch tot kritisieren wollen, dass eure Geschichte blöd, kindisch, altbacken, unprofessionell oder sonstiges ist. Doch das sollten wir nicht an uns heranlassen.

 

Also, bitte gebt niemals auf! Wenn eure Schreibwelt mal wieder wegen solch primitiver, vor Neid sprudelnder Kommentare aus den Fugen gerät, dann hört euch das Lied FICKA von Sarah Connor an. Sie beschreibt perfekt, was die Mehrheit denkt.

 

So, ihr lieben Wölfe 🐺, ich hoffe, der Beitrag »Keine Angst vor multiplen Erzählern« hat euch ein wenig weitergeholfen.

Weiterhin viel Erfolg!

Eure Pauli Wolf 🐾

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