Hilfe, ich bin ein Einhorn!
Wie du deinen USP als Autor findest
Hallo Wölfe. Heute handelt der Beitrag von: Hilfe, ich bin ein Einhorn! – Wie du deinen USP als Autor findest. Sicherlich kennt ihr das Problem. Ihr seid voller Glück, weil euer Buch fertig ist. Jetzt muss nur noch ein starkes Exposé her. Eins, das alle anderen in den Schatten stellt. Damit dein Buch über den sprechenden Hamster das nächste große Ding wird.
Aber wie sollst du das schaffen? Wenn du selbst nicht sicher bist, was dein USP überhaupt ist? Warum sollte ein Verlag ausgerechnet deinen Hamster kaufen und nicht den von 1000 anderen Bewerbern? Die Antwort lautet: USP. Keine Sorge, das ist keine ansteckende Krankheit, sondern dein Alleinstellungsmerkmal.
Dann lies jetzt ganz aufmerksam mit bei: Hilfe, ich bin ein Einhorn! – Wie du deinen USP als Autor findest.
Warum brauche ich überhaupt einen Wiedererkennungspunkt?
Stell dir den kompletten Buchmarkt, wie eine riesige und fette Party vor. Eine überfüllte Party, zu der jeder hinwill. Wenn du also da bist und nur leise „Hallo“ sagst, hört dich niemand. Wenn du aber als verrücktes Einhorn auftauchst und rückwärts Flamenco tanzt, hast du definitiv die volle Aufmerksamkeit. Klar, man hält dich dann für etwas durchgeknallt, aber Fakt ist: Du bist in aller Munde. Und genau darum geht es!
Ein USP hilft dir dabei, die Leser und die Verlage von deiner Geschichte zu überzeugen. Warum sollte man also dein Buch lesen und nicht das im Regal daneben? Ohne den USP bist du nur „noch ein weiterer Autor“ – und wer will das schon? In der Versenkung der Autoren untergehen? Niemand! Jedenfalls keiner, der all seine Zeit ins Schreiben hineingesteckt hat. Darum lies dir den Beitrag „Hilfe, ich bin ein Einhorn! – Wie du deinen USP als Autor findest“ gut durch.
Was brauche ich also, um meinen USP zu finden?
Natürlich ein Einhorn. Oder den sprechenden Hamster. 😉 Ganz egal. Das Gute daran ist: Du brauchst schon mal kein abgeschlossenes BWL-Studium, sondern vor allem:
- Ehrlichkeit: Was kannst du wirklich besser als andere? Worin unterscheidet sich deine Geschichte von den anderen?
- Marktkenntnis: Was schreiben die anderen in deinem Genre? Recherche ist das A und O. Sorry an alle Faulpelze da draußen. Leider müsst ihr auch etwas tun, um erfolgreich zu werden.
- Mut zur Lücke: Dein USP ist oft das, was du an dir selbst vielleicht „merkwürdig“ findest. Wie cringe ist das denn? Vielleicht eine seltsame Marotte? Die du unbewusst an deine Hauptfigur weitergegeben hast.
Wie finde ich meinen USP und wie hebt sich meine Geschichte ab?
Wow. Also, das frage ich mich auch bei jeder neuen Geschichte. Vor allem, weil es bei anderen immer so leicht aussieht. Und sie immer einen Plan haben. Dein USP versteckt sich meist an der Kreuzung zwischen deiner Persönlichkeit und deinem Plot.
- Die „Was-wäre-wenn“-Wendung: Probier es doch mal mit einem bekannten Klischee aus. Dreh es einfach mal um. Ein Vampir, der weder Blut sehen, noch riechen kann? Wie soll er dann überleben? Wen jagt er dann? Jagt er überhaupt? Was denkt seine Familie über ihn? Wird er ausgestoßen? Schon hast du einen Ansatzpunkt. Ach, meine Synapsen explodieren gerade, je mehr ich darüber nachdenke.
- Deine Expertise: Viele sind ja im Leben richtige Experten. Hast auch du eine Seite an dir, die stark ausgeprägt ist? Ein außergewöhnliches Hobby, das du in deine Geschichte miteinfließen lassen kannst? Bist du im echten Leben vielleicht Forensiker, Floristin oder hast du eine Schwäche für mittelalterliche Foltermethoden? Nutze dieses skurrile Insiderwissen für deine Geschichte. Und sei unique!
- Die Stimme: Hin und wieder ist weder die Figur noch der Plot der USP, sondern dein Schreibstil. So wie du schreibst, hat es einen großen Wiedererkennungswert. Ein Krimi, der komplett in Jugendsprache oder als Behördenbericht formuliert ist, fällt definitiv auf.
Wie baue ich also den USP in mein Exposé ein?
Verlage werden täglich mit Manuskripten und Exposés zugeschüttet. Sie haben also keine Zeit zum Raten, worum es in deinem Buch überhaupt geht. Wichtig ist hier, dass dein USP direkt in den Pitch oder unter einen separaten Punkt „Alleinstellungsmerkmal“ im Exposé gehört.
- Schlecht: „Es ist ein spannender Liebesroman.“ Schnarch. Wie langweilig. Würdest du so ein Buch in die Hand nehmen? Das so klingt wie 1000 andere? Hier kann man sich auch nichts darunter vorstellen. In welche Richtung geht es? Wo spielt er? Was ist so spannend?
- Besser (USP-Style): „Der erste Liebesroman, der komplett in einer Warteschlange beim Bürgeramt spielt und zeigt, dass wahre Liebe bürokratische Hürden braucht.“ Wow. Also, da würde ich sofort zugreifen. Weil es einfach viel zu absurd klingt. Aber wo die Liebe hinfällt. Jedenfalls hat man hier schon viele spannende Bilder im Kopf.
Übungen, um deinen Einhorn-Moment (USP) herauszuarbeiten:
Hol dir einen Stift und ein Blatt Papier. Versuch es einfach mal auf die „Old-School-Weise“ und probiere diese zwei „Schreib-Workouts“ aus.
- Die 3-Wörter-Challenge: Beschreibe dein Buch in nur drei Wörtern. Wenn da jetzt „Liebe, Tod, Verrat“ steht, lösch es und fang wieder von vorne an. Sei etwas spezifischer! Ach, diese Übungen kannst du auf alle Genres anwenden.
- Das „Warum nicht?“-Clustern: Nimm dir 5 Minuten Zeit und erstelle ein Mindmap mit allem, was in deinem Genre „normal“ ist – und such dann gezielt nach dem Gegenteil oder einer Ergänzung, die perfekt passt oder aber auch bis jetzt fehlt. Um alles abzurunden.
Dein USP ist dein Schutzschild gegen die Ablehnungswelle. Also: Werde zum verrückten und tanzenden Einhorn (natürlich metaphorisch gesehen)! 🦄
Checkliste für die Suche nach dem USP in deinem Buch
Falls du immer noch auf dem Schlauch stehst und dich fragst: Hä? What the …? Kein Problem. Mit der Checkliste und dem Beitrag „Hilfe, ich bin ein Einhorn! – Wie du deinen USP als Autor findest“, fällt garantiert auch der letzte Groschen, Bitcoin oder Euro. Was auch immer …
Der USP-Check: Ist dein Buch ein Einhorn oder nur ein Esel mit einem Papphorn?
Karneval lässt grüßen. 🦄
Also, bevor deine Finger jucken und du dein Exposé schon abschicken willst … Stopp!!! Atme noch einmal tief durch und geh folgende Punkte durch. Wenn du dann immer noch ganz laut „Ja!“ rufst, dann bist du definitiv auf dem richtigen Weg.
- Der „Noch nie gehört“-Faktor: Kannst du dein Buch eigentlich in nur einem Satz beschreiben, ohne dass jemand zu dir sagt: „Ach, so wie im (Bestseller: XY)“? (Falls ja, arbeite unbedingt an deinem High-Concept-Pitch.)
- Die Zielgruppen-Brille: Löst deine Geschichte ein „Bedürfnis“ deiner Leserschaft? Keine Ahnung, wovon ich rede? Kein Problem, ich konkretisiere es ein wenig. Beispiel: Endlich mal ein Krimi ohne alkoholkranken oder Kette rauchenden Kommissar, sondern mit einer strickenden Forensikerin. Na? Jetzt verstanden? Super.
- Persönlicher Stempel: Gibt es irgendetwas in deiner Geschichte, ein Element oder etwas, das nur du so schreiben konntest? An dieser Stelle sind dein Hobby, dein Beruf, deine Interessen, dein spezieller Humor oder vielleicht deine Erfahrung als Profi-Dompteur gefragt. Du weißt schon, was ich meine.
- „Die Elevator-Pitch“ – Probe: Das kennen wir doch alle. Du stehst im Fahrstuhl und ein superwichtiger Verleger kommt herein. Du hast nur 3 Stockwerke Zeit, um ihm oder ihr deine Geschichte schmackhaft zu machen. Was tust du also? Kannst du es überhaupt? Hier ist die Kürze wirklich die Würze.
- Genre-Bending: Tja, was soll ich sagen, manchmal passiert es auch dem Besten. Mixt du Elemente, die eigentlich nicht zusammengehören? (z. B. Sci-Fi trifft auf bayerische Heimatkunde). Kann passieren. Und manchmal ist es auch was komplett Neues und Verrücktes, das den Lesern gefällt.
Warum brauchst du den Kram also?
Weil Lektoren am Tag von Manuskripten überhäuft werden, als du Kaffeetassen in einer Woche verbrauchst. Der USP ist dein persönlicher „Wachmacher-Effekt“. Er ist der Grund, warum ein Agent nicht gähnt, sondern sich die Fingernägel beim Lesen abknabbert und vielleicht sogar seine Brille putzt, um ja nichts zu verpassen.
Knapp gesagt: „Ohne USP bist du halt noch ein weiterer Liebesroman.“ Aber mit USP bist du „der Liebesroman, in dem die Protagonisten nur über Emojis kommunizieren können, weil sie in einer dystopischen Stimm-Quarantäne leben“. Na? Merkst du selber, oder?
Also hör auf, deinen Vorbildern nachzueifern. Wenn du auf Teufel komm raus, wie ein Sebastian Fitzek schreiben willst, gibt es immer noch ein Problem. A. Es gibt schon einen und der ist darin verdammt gut. Und B., du bist nun mal du. Sei lieber die erste Version von dir selbst. Deine Geschichte hebt sich nur ab, wenn sie Ecken und Kanten hat, an denen man neugierig hängen bleibt. Deswegen suche sie und hebe sie hervor.
Fazit:
Der Beitrag: Hilfe, ich bin ein Einhorn! – Wie du deinen USP als Autor findest, soll euch dazu bringen, euch noch intensiver mit eurer eigenen Geschichte, aber auch mit euch selbst als Autor auseinanderzusetzen. Nehmt euch mal die Zeit und horcht in euch hinein. Was unterscheidet dich von einem anderen Autor?
Warum sollte ich mir ein Buch von dir durchlesen? Warum sollte ich überhaupt dein Buch kaufen? Schließlich gibt es schon so viele Liebesromane. Also glaubt an euch und holt das Einhorn aus euch heraus. Ich glaube an euch!
So, ihr fleißigen Wölfe, ich hoffe, ihr habt, verstanden, warum eine Unique Selling Proposition (oder Point), kurz USP, wichtig ist für euch und eure Geschichte. Eben damit ihr nicht in den Tausenden von Einsendungen von Manuskripten überseht werdet. Sondern, dass ihr lernt, zu erkennen, wo eure eigentlichen Stärken liegen. Seid euer Einhorn! Oder euer Wolf im Tutu. 😜
Ich hoffe, euch hat der Beitrag „Hilfe, ich bin ein Einhorn! – Wie du deinen USP als Autor findest“, gefallen und geholfen. Dann ab ans Schreiben. Viel Erfolg und Spaß! 💪🏻
Fühlt euch gedrückt.
Eure Pauli Wolf 🐺🐾
AUUUUUUU


