Exposé schreiben
So landest du im Verlagsherz, nicht im Papierkorb
Hey Wölfe. Der heutige Beitrag handelt von: Exposé schreiben: So landest du im Verlagsherz, nicht im Papierkorb. Denn genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Nämlich ob du einfach weggeklickt wirst oder aber direkt im Spamordner landest.
Vielleicht hast du ja eine Chance, dass man dich wenigstens anliest. Doch bevor wir anfangen, sollten wir verstehen, warum ein Exposé wichtig ist.
Was ist ein Exposé (kurz & knackig)
Ein Exposé ist die Bewerbung deiner Geschichte. Es zeigt: Du hast eine durchdachte Handlung, starke Figuren und weißt, wohin die Reise geht. Deswegen gib dir Mühe ein Exposé zu verfassen.
(Kayla flüstert: „Im Prinzip dein Tinder-Profil für Verlage. Nur ohne Strandfotos.“)
Es ist kein Bonus, sondern Pflicht – wenn du willst, dass jemand deine Geschichte ernsthaft liest. Ansonsten passiert das mit deinem Exposé, dass du in einem Berg voller Papiere verschwindest.
Die häufigsten Fehler beim Exposé
- 👎Fehler 1: Inhaltsangabe ≠ Klappentext
Klappentext = Appetizer. Exposé = die volle Mahlzeit. Was? Nicht verstanden. Kein Problem, Kayla erklärt es dir noch bildhafter. 😉
(Kayla: „Im Klappentext flirtest du. Im Exposé erzählst du, ob du Zähne putzt.“) Dann mal los und viel Glück beim Exposé schreiben. 😉
- 👎 Fehler 2: Romane in Romanform
Exposés sind nüchtern. Kein Blümchenprosa, kein epischer Einstieg.
- 👎 Fehler 3: Zu viel Lebenslauf
Ein knackiger Absatz über dich als Autor:in reicht völlig. Langweile niemanden mit dem, was du schon alles bist, und hast etc.
(Kayla: „Beim ersten Date zeigst du ja auch nicht schon alles. Soll ja spannend bleiben. Oder?“)
- 👎 Fehler 4: Kein klarer Plot
Leidenschaft reicht nicht – Agenturen wollen sehen, dass du weißt, wo dein Roman hinführt. Was dort passiert und dass du dich nicht ständig verläufst. Also halt dich an die Vorgaben eines Exposés, um es richtig zu schreiben.
(Kayla: „Auch mit dem Navi kann man mal gegen einen Baum fahren. Also, vergiss das selbstständige Denken nicht.“) 😉
Aufbau: So muss ein Exposé aussehen
- Romaninfos – Titel, Genre, Umfang, Zielgruppe
- Pitch – 2–3 Sätze, die dein Buch auf den Punkt bringen
- Handlungszusammenfassung – chronologisch, klar, ohne Cliffhanger
- Charaktere – wichtigste Figuren + Konflikte
- Autor:innenbio – wer bist du und warum schreibst du das?
- Formalia – fehlerfrei, seriös, keine Comic Sans. 😉
(Kayla: „Außer du willst, dass dein Exposé direkt im Papierkorb landet.“)
Wenn du nicht auf dem Exposé Friedhof landen willst, dann streng dich mehr an.
Checkliste: Dein Exposé auf einen Blick
- Titel, Genre, Umfang angegeben?
- Pitch in 2–3 Sätzen klar formuliert?
- Handlung logisch und vollständig zusammengefasst?
- Hauptfiguren mit Konflikt & Motivation vorgestellt?
- Kurze, relevante Autoreninfo enthalten?
- Rechtschreibung & Formatierung geprüft?
- Passt auf 2–3 Seiten?
(Kayla: „Supi. Wenn dein Exposé aber länger als dein Roman ist, bitte nochmal ran. Den Rest kannst du gerne im Resteverwerter werfen.“)
Mini-Vorlage: Beispiel-Exposé
Romaninfos:
- Titel: Schatten über Kalytopia
- Genre: Fantasy / Abenteuer
- Umfang: ca. 250 Seiten
- Zielgruppe: Jugendliche & junge Erwachsene
Pitch:
In einer Welt, in der Magie verboten ist, entdeckt die 18-jährige Lena ihre Kräfte – und gerät zwischen die Fronten von Aufständischen und Königreich.
Handlungszusammenfassug:
Lena wächst in einem kleinen und versteckten Dorf auf. Nach einem Vorfall mit ihren Kräften flieht sie in die Hauptstadt Kalytopia, um Schutz zu suchen. Dort trifft sie auf den geheimnisvollen Rebellen Kain, der sie in den Widerstand einführt. Lena muss lernen, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren, und eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Königreichs sowie ihr Leben verändert.
Charaktere:
- Lena: Protagonistin, impulsiv, mutig, entdeckt ihre Magie
- Kain: Rebellenführer, geheimnisvoll (hat eigene Geheimnisse), gerecht
- König Adrian: Antagonist, streng, verfolgt die Magie
Autor:innenbio:
Ich schreibe seit meinem 10. Lebensjahr Fantasygeschichten. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft habe ich mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht und arbeite nun an meinem ersten Roman.
(Das ist nur ein Beispiel, wie so eine Autoreninfo aussehen kann. Das bin nicht ich, Pauli. ) 😉
(Kayla: „Fertig. Jetzt nur noch nett verpacken, sonst landet es auf dem Müllfriedhof.“)
Fazit: Klarheit schlägt Übertreibung
Exposé = keine Show, sondern Beweis: Du hast eine Story, die gelesen werden will.
Professionell, klar, spannend.
(Kayla: „Knackig ist sexy. Papierkorb ist unsexy.“)
Checkliste:
Als Orientierungshilfe.
| Checkliste für dein Exposé | Status | Kayla-Note |
| Titel, Genre, Umfang angegeben | ☐ | „Wenn nicht, landet es im Papierkorb.“ |
| Pitch in 2–3 Sätzen klar formuliert | ☐ | „Kurz & knackig – nicht dein Lebenslauf.“ |
| Handlung logisch & vollständig | ☐ | „Sonst fliegt dein Plot aus dem Fenster.“ |
| Hauptfiguren vorgestellt | ☐ | „Konflikte sind der Motor, Langeweile nicht.“ |
| Kurze, relevante Autoreninfo | ☐ | „Spare die Schulzeit-Story – echt.“ |
| Rechtschreibung & Formatierung geprüft | ☐ | „Fehlerfrei ist sexy. Punkt.“ |
| Passt auf 2–3 Seiten | ☐ | „Länger = Papierkorb-Alarm.“ |
| Baustein | Inhalt | Kayla-Hinweis |
| Romaninfos | Titel, Genre, Umfang, Zielgruppe | „Damit sie wissen, wen du überzeugst.“ |
| Pitch | 2–3 Sätze, die das Buch auf den Punkt bringen | „Kurz & knapp – kein Roman-Epos.“ |
| Handlungszusammenfassung | Chronologisch, klar, ohne Cliffhanger | „Alles Wichtige rein, Schnickschnack raus.“ |
| Charaktere | Wichtigste Figuren + Konflikte | „Niemand liebt statische Helden.“ |
| Autorenbio | Wer bist du, warum schreibst du? | „Kurz, relevant, kein Lebenslauf-Bingo.“ |
| Formalia | Format, Rechtschreibung, Seitenumfang | „Sauber & professionell = Herzgewinn.“ |
Recherche ist wichtig …
Viele denken, dass es doch ganz einfach ist, so ein Exposé zu verfassen und dann zu verschicken. Sicher, solange du dich auch an die Anweisungen hältst. Denn viele der Verlage werden tagtäglich von Romanideen und Manuskripten regelrecht überflutet.
Wenn dann die „Basisverpackung“ nicht stimmt, dann geht es gleich in den Papierkorb. Oder eben im Spamordner, und du wirst nie wirklich erfahren, ob deine Geschichte vielleicht doch Potenzial hatte.
Also steh dir selbst nicht schon von Beginn an im Weg. Sondern mach deine Hausaufgaben einmal richtig und gib alles, was in dir steckt, ans Exposé weiter. Formuliere es so, dass sie gar nicht anders sagen können, als „Ja, das ist es!“
Aber denkt daran: Eure Recherche, beginnt schon ganz früh. Nämlich für wen schreibt ihr? Die Zielgruppe solltet ihr von vornherein kennen. Auch solltet ihr wissen, ob der Wunschverlag euer Genre führt. Ob deine Geschichte überhaupt zu ihnen passt.
Denn mal ganz ehrlich: Man muss kein Genie sein, um zu wissen, was mit deiner Fantasygeschichte passiert, wenn du dein Manuskript an den falschen Verlag schickst.
Nehmen wir an, du schickst ihn an den Verlag „Marienkäfer“, der sich hauptsächlich für Sachbücher, Ratgeber und Fotokalender für Blumen und Marienkäfer aller Art interessiert.
Was glaubst du wohl, passiert dann mit deinem Roman? Na? Natürlich wird es nicht verlegt. Außer sie erstellen extra für dich ein neues Genre. Dann Hauptgewinn. Aber wenn nicht, dann denk mal darüber nach.
Gute Vorbereitung ist das A und O …
Klar, nervt es, wenn man schon so viel Zeit und Arbeit in sein Herzensprojekt gesteckt hat und dann an einem weiteren Schritt, nämlich dem Exposé schreiben, scheitert. Aber letzten Endes liegt es auch an dir, ob es überhaupt gesehen wird.
Denn wenn du dich schon vorher schmutzig machst und dich gut vorbereitest, dann steigerst du selbst deine Chancen. Welches Exposé liest ein Lektor eher, eins, das vollkommen durcheinander ist? Oder eins, das dem Standard entspricht? Gute Vorbereitung ist das A und O, auch wenn du es nicht glauben magst.
Natürlich spielt auch eine gute Portion Glück mit. Aber wie gesagt, wenn du dich an ihre Vorgaben hältst, dann steigt die Chance, dass man deins wenigstens überfliegt. Wenn’s dann noch gut formuliert ist und die Geschichte etwas hat, was einen fesselt, dann herzlichen Glückwunsch, die erste Hürde ist geschafft. Dann landest du wohl möglich im Verlagsherzen und eben nicht im Papierkorb.
Fazit:
Exposé schreiben: So landest du im Verlagsherz, nicht im Papierkorb soll dir dabei helfen, eine gute Vorarbeit zu leisten. Zwar kennst du deine Geschichte in- und auswendig, aber kannst du sie auch wirklich in 2–3 Sätzen wiedergeben?
Weißt du überhaupt, in welchem Genre du schreibst? Und wer soll dein Buch in Zukunft kaufen? Bitte verschone uns und die Verlage mit plumpen Antworten wie von 0–99 Jahre. Denn das zeigt, dass du dich absolut nicht mit dem Thema Exposé verfassen, auseinandergesetzt hast.
Viele der Bestsellerautoren müssen sich bei jedem zukünftigen Buchprojekt Gedanken machen, worum es in ihrem Buch gehen soll, welches Genre sie anpeilen und welche Zielgruppe für sie wichtig ist. Auch damit beschäftigen sich die ganz Großen.
Und je klarer du diese Eckdaten hast, desto besser kannst du deine Geschichte vermarkten. So findest du auch deinen Unique Selling Point (USP) heraus. Also dein Alleinstellungsmerkmal. Sprich, was ist so besonders an deiner Geschichte? Wie hebt sie sich von anderen ab?
All diese Informationen führen dazu, dass dein Exposé definitiv nicht im Mülleimer landet. Sondern auf dem Schreibtisch eines ambitionierten Verlegers, der dein Potenzial gleich erkennt. Der in einer Nacht deine Geschichte verspeist und sich gierig die Finger nach einer Fortsetzung leckt. 😉
Sorry, meine Fantasie ist mit mir durchgegangen. Na ja, ich hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus wollte. Jedenfalls drücke ich euch die Daumen und Pfoten, dass euer Text im eiskalten Herzen landet und es wieder zum Leben erweckt. Und eben nicht in den dunklen Weiten der trüben Computerunterwelt. Also auf dem Friedhof der Exposés. 😉
Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass ihr nach all der harten Arbeit und eurer Zeit wollt, dass euer Exposé auf dem Friedhof der Exposés landet. Also, gebt euch etwas Mühe.
Eure Pauli Wolf 🐺🐾
AUUUU …










